Die Umstellung des Sicherheitssystems beim Online Banking der Postbank wird derzeit von Passwort-Dieben mit neuen Phishing Attacken ausgenutzt. So wird bei der Postbank derzeit das neue chipTAN Verfahren eingeführt, das bis Mitte April zusammen mit dem mobileTAN-Verfahren künftig die Papier TAN-Listen, das sogenannte iTAN-Verfahren komplett ablösen soll. Nun machen aber auch Phisher die Postbank Kunden über Trojaner sowie betrügerische E-Mails auf diese Umstellung aufmerksam.

Wenn ein Kunde der Postbank, der einen Trojaner der Phisher auf den Rechner hat, nun seinen Online Banking Bereich besucht, dann legt sich über die Postbank Webseite eine Meldung. Diese Meldung macht aufmerksam auf das neue chipTAN Verfahren und der Kunde wird in der Meldung darum gebeten, die TAN-Nummern seiner noch aktiven TAN-Liste einzugeben. In der Meldung wird dieses damit begründet, das der Kunde nur so Zugriff auf das neue Sicherheitssystem erhalte. „Wer dieser Aufforderung nachkommt, kann sich jedoch sicher sein, dass er demnächst ein leeres Bankkonto vorfinden wird“, erklärt Rene Zoch, 2. Vorsitzender von „no abuse in internet“ (naiin).

Kunden der Postbank, die eine solche Meldung in ihrem Online-Banking Bereich angezeigt bekommen, die sollten ihren Web-Brower sofort zumachen und sich mit der Postbank in Verbindung setzen. Des weiteren sollte man die PIN für den Zugang zum Online Banking ändern. So kann man davon ausgehen, das die Phisher auch wenn man keine TAN Nummer eingeben hat, auf jeden Fall im Besitzer der Kontonummer und der PIN sind. Des weiteren rät naiin betroffenen Nutzern, das Sie ihre Virenschutzsoftware updaten und anschließend eine Ausführung eines kompletten Virenscans, sowie die Installation aller verfügbaren Sicherheitsupdates für ihr Betriebssystem und Web-Browser machen.

„Besonders perfide sind die neuesten Phishing-Kampagnen, da auch die Postbank selbst in den vergangenen Wochen viele ihrer Online-Banking-Kunden – unter anderem postalisch – auf die Einführung des neuen chipTAN-Verfahrens sowie den damit verbundenen Wegfall der papierenen TAN-Listen aufmerksam gemacht hatte“, kommentiert Zoch.