Das Überziehen des Girokonto ist in Deutschland weiterhin sehr teuer. So sind die Dispozinsen bei vielen Banken in Deutschland immer noch sehr hoch. So zahlen Kunden im Durchschnitt Diposzinsen in Höhe von mehr als 11%, informierte die Stiftung Warentest. Einige Banken senkten zwar in den letzten Monaten ihre Dispozinsen, andere Banken erhöhten dagegen ihre Dispozinsen. Weiterhin sind die von den Banken gewählten Klauseln zur Anpassung des Dispozinses nicht immer nachvollziehbar. 10 dieser Banken hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) heute abgemahnt, informierte die Stiftung Warentest.

Hohe Dispozinsen von ihren Kunden verlangen unter anderem die Verbands-Sparkasse Wesel bei zwei Kontomodellen mit 15 Prozent, gefolgt von der Sparkasse Münden mit 14,75 Prozent und der TARGOBANK mit 14,70 Prozent für ihre Extra- und Classic-Konten. Das ergab eine erneute Stichprobe von 104 Banken der Zeitschrift Finanztest. Es gibt aber auch Banken die deutlich unter 10% Dispozinsen verlangen. So verlangt zum Beispiel die Deutsche Skatbank 6% und die DAB Bank 6,95% Dispozinsen.

Finanztest hat auch analysiert, nach welchen Regeln die Banken die Dispozinsen anpassen. Rund die Hälfte der untersuchten Banken verwendet Regeln, die für den Kunden nicht nachvollziehbar sind. Dies ist der Grund für die Abmahnungen des vzbv, informierte die Stiftung Warentest.

Den ausführlichen Test Dispozinsen findet man in der März Ausgabe der Zeitschrift Finanztest.