Gegenüber der Noa Bank, erließ die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, gestern ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot. Die Finanzaufsicht hat des weiteren angeordnet, das die Bank für den Verkehr mit der Kundschaft schließen muss und keine Zahlungen mehr entgegen nehmen darf, so lange diese nicht zur Tilgung von Schulden gegenüber der Bank bestimmt sind. Die Maßnahmen der BaFin sind sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig, teilte die BaFin mit.

Als Grund für die Schritte nannte die BaFin, die Sicherung der verbliebenen Vermögenswerte. So meldete gestern die zum Konzern gehörige noa Factoring AG Insolvenz an. Der Noa Bank drohten durch diesen Insolvenzantrag der noa Factoring AG die Zahlungsunfähigkeit und die Überschuldung.

Die Bilanzsumme der Noa Bank beläuft sich nach Informationen der Bafin zum 17.08.2010 auf rund 179,2 Millionen Euro. Gegenüber Kunden weist die Noa Bank zum 17.08.2010 Verbindlichkeiten in Höhe von rund 172,1 Millionen Euro aus.

Die Noa Bank gehört der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) an. So bald die BaFin den Entschädigungsfall festgestellt hat, liegen die gesetzlichen Voraussetzungen dafür vor, dass die Entschädigungseinrichtung die Einleger entschädigen kann. Die Gläubiger der Noa Bank werden in diesem Fall dann von der EdB informiert. Der gesetzliche Entschädigungsanspruch jedes berechtigten Bankkunden ist pro Einleger begrenzt auf den Gegenwert von 50.000 Euro, teilte die BaFin am gestrigen Mittwoch mit.